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Medieninformationen

Dinge die Sie immer schon wissen wollten, aber nie zu Fragen wagten.

Wir haben Ihnen hier einmal alle evt. für Sie interessanten Informationen rund um das Thema Druck-Medien, Verfahren und Weiterverarbeitung zusammen gestellt.

Auflösung / CMYK / Color-Management / Druckformherstellung / Druckverfahren / Farbräume / Formate / Grafik-Dateiarten / HKS / Helligkeit / Kontrast / Offsetdruck / Pixel-Grafiken / Rastervorlagen / Scannen / Scannertypen / Schärfe / Schmuckfarben / Speichern / Tonwertumfang / Typografie / Überfüllungen / Vektorgrafiken /

Größe und Auflösung des Scans, Qualitätsreserve

Bitmap-Bilder haben eine bestimmte Größe und Auflösung, die direkt voneinander abhängig sind und zusammen die Dateigröße bestimmen.
Die Auflösung wird in Dpi (dots per inch - Punkte pro Inch) oder Lpi (Lines per inch - Linien pro Inch) angegeben (1 Inch = 2,54 cm). Um das Ganze noch etwas zu verwirren, wird in der Druckbranche mit Rastern gearbeitet, die auf der Basis von Zentimetern berechnet werden. So entspricht z. B. ein 60er Raster mit einer Rasterweite von 60 Linien pro cm einem Raster im englischen Maß 152,4 Dpi (60 x 2,54).

Die nötige Auflösung eines Scans richtet sich in erster Linie nach der Auflösung des Ausgabegerätes und der Art des Bildes, wobei eine gewisse Reserve für die Qualität noch mit berücksichtigt werden muss. So ist für Strichscans die direkte Auflösung des Ausgabegerätes maßgebend, während bei Graustufen- und Farbscans die Auflösung des Ausgabegerätes durch 16 geteilt werden muss, da sich bei 256 im Postscript möglichen Graustufen bzw. Abstufungen pro Grundfarbe ein Bildpunkt aus einem Raster von 16 x 16 (=256) Punkten des Ausgabegerätes zusammensetzt. Zusätzlich wird mit einer Qualitätsreserve von etwa 1,5 bis 2 multipliziert. Soll mit weniger Graustufen bzw. Farbabstufungen aber dafür einem feinerem Raster gedruckt werden, so errechnet sich die Scanauflösung aus der Auflösung des Ausgabgerätes geteilt durch die Wurzel aus der Anzahl der gewünschten Graustufen mal der Qualitätsreserve.

Die Qualitätsreserve dient dazu, die Unschärfe (die konstruktionsbedingt dadurch entsteht, dass bei einem Bildpunkt auf dem Original, der genau zwischen zwei Scanzeilen liegt, beide Zeilen beeinflusst werden) zu eliminieren, indem verkleinert gedruckt wird. Ein Wert von 1,5 bis 2 ist für eine optimale Qualität erforderlich, höhere Werte vergrößern nur sinnlos die Datei, ohne einen Qualitätsgewinn zu bringen. Sie ist nur für Bilder hinzuzurechnen, die gedruckt werden sollen, nicht für Darstellung am Monitor.

Die Größe des Bildes ist die Größe, mit der dann das Bild beim Druck ausgegeben wird. Da sie in den seltensten Fällen mit der Originalgröße übereinstimmen wird, muss das Bild skaliert (maßstäblich vergrößert oder verkleinert) werden. Der Skalierungsfaktor errechnet sich aus Bildgröße geteilt durch Originalgröße multipliziert mit 100 %.

Man sollte immer versuchen, das Bild in der optimalen Größe und Auflösung zu scannen, um kompromisslose Qualität bei kleinstmöglicher Dateigröße zu erhalten. Wenn ein Bild in höherer Auflösung als nötig gescannt bzw. kleiner als vorgesehen gedruckt wird, sind bei der Qualität keine Abstriche zu befürchten, nur die Dateien werden größer und somit verlangsamen sich die nachfolgenden Prozesse Bildbearbeitung, Dokumenterstellung und Ausdruck wesentlich. Wenn man bedenkt, dass ein Bild, beim Scannen in der doppelten Auflösung oder Bildgröße, eine vierfach so große Datei erzeugt, kann man sich leicht vorstellen, dass; die Arbeit am Computer oder das Warten auf den Ausdruck besonders bei größeren Bildern zur Geduldsprobe werden.

Anders sieht es aus, wenn das Bild zu klein oder in zu geringer Auflösung gescannt wurde, bzw. wenn die optische Auflösung des Scanners nicht hoch genug ist. Hier hat man zwar kleine Dateien, denen aber entweder durch Interpolation Daten hinzugefügt werden müssen, wobei Unschärfe und Ungenauigkeiten entstehen, oder bei deren Ausdruck der Treppeneffekt (Aliasing) auftritt, bei dem ein Bildpunkt im Original durch mehrere Bildpunkte im Ausdruck dargestellt wird, was einer geringeren Auflösung im Druck gleichkommt - also in jedem Fall einen Qualitätsverlust.

Ist die endgültige Bildgröße beim Scannen noch nicht bekannt, sollte man das Bild in der Größe scannen, die es maximal haben kann. Hier hat man zwar große Dateien, die aber wenn die endgültige Bildgröße feststeht, ohne Qualitätsverlust heruntergerechnet (verkleinert) werden können.


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CMYK-Skalenfarben

sind besonders für die naturgetreue Wiedergabe von Vorlagen mit mehreren Farben (Farbfotos, gemalte Bilder) geeignet. Mit CMYK-Skalenfarben (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz) lassen sich alle Farben darstellen, die innerhalb des CMYK-Farbraumes liegen Theoretisch lassen sich alle Farben aus den drei subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb ermischen (z. B. Rot = Gelb + Magenta; Schwarz = Cyan + Magenta + Gelb). Da aber die zur Verfügung stehenden Farbpigmente nicht optimal sind, funktioniert das nicht ganz so wie theoretisch möglich. Es lässt sich nur ein begrenzter Farbraum darstellen und der Übereinanderdruck von CMY ergibt nicht Schwarz, sondern nur ein schmutziges Braun. Um richtiges Schwarz drucken zu können, hat man Schwarz als vierte Grundfarbe hinzugefügt.

Zum Druck verschiedener Farbschattierungen bedient man sich der Rasterung - verschiedene Tonwerte werden durch unterschiedlich große Rasterpunkte dargestellt. Um ein Bild im Vierfarb-Offsetdruck drucken zu können, muss es im Computer von geeigneter Software in die vier Grundfarben (Farbkanäle) zerlegt werden. Jeder der Farbkanäle wird auf Film bzw. eine Druckplatte gerastert ausgegeben und in der Druckmaschine mit der jeweiligen Farbe gedruckt. Durch den Übereinanderdruck entsteht wieder der Farbeindruck der Vorlage.

TIPPS:

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Color-Management

Color-Management ist ein Werkzeug zur Farbanpassung unterschiedlicher Ein- und Ausgabegeräte mit dem Ziel eines möglichst gleichmäßigen Ergebnisses der Farbausgabe herstellerunabhängig auf unterschiedlichen Geräten. Das ist nötig, da jedes Gerät die Farben anders darstellt, produktionsbedingt zwischen verschiedenen Farbräumen konvertiert werden muss und trotzdem immer der gleiche Farbeindruck erhalten bleiben soll.
Außerdem soll es ermöglichen, dass andere Ausgabegeräte oder -materialien simuliert werden können (z. B Simulation des Vierfarb-Offsetdruckes auf verschiedenen Papiersorten mit Monitor oder Proofdrucker).

Wie funktioniert Color-Management? Auf Betriebssystemebene ist ein Programmodul, ein sogenanntes Color Matching Modul (CMM), implementiert, das für die Farbumrechnung zwischen den verschiedenen Geräten verantwortlich ist. Die Programme müssen sich nicht mehr um die Farbumrechnung kümmern, sondern nur eine Schnittstelle zum CMM zur Verfügung stellen.
Damit das CMM "weiß", wie es den Farbfehler eines Gerätes zu korrigieren hat, benötigt es ein sogenanntes ICC-Profil (ICC = International Color Consortium). Das ist eine Datei, in der unter anderem steht, welche Farbfehler das Gerät hat (in Form einer Tabelle für auf der Testform vorhandene Testfelder), in welchem Farbraum es arbeitet, wann und mit welcher Software sie erstellt wurde, welchen Farbumfang es darstellen kann usw.

Da ein ICC-Profil nicht die Werte für alle Farben enthält, muss das CMM zwischen den im Profil enthaltenen Farbwerten liegende Farben durch Interpolation der beiden benachbarten Farbwerte korrigieren.

Das CMM arbeitet im Lab-Farbraum, einem Farbraum, der alle dem menschlichen Auge sichtbaren Farben umfaßt. Die Farbräume CMYK (Drucker und Druckmaschinen) und RGB (Scanner, Digitalkameras und Monitore) sind Teilmengen des Lab-Farbraumes. Der Aufbau ist auch der Farbempfindlichkeit des menschlichen Auges angepasst, so dass Farben in denen wir feinere Abstufungen erkennen können, wie in anderen, entsprechend mehr Platz im Lab-Farbraum belegen. Sämtliche Lab-Farben können mit einem Spektralphotometer exakt vermessen werden. Für jedes Gerät muss nur ein Farbprofil erstellt werden, das die Daten zwischen Lab und Gerätefarbraum korrigiert.

Da unterschiedliche Ein- und Ausgabemedien verschiedene Farbumfänge haben, muss es möglich sein, die Farbumfänge aneinander anzupassen. Dies kann vom CMM auf zwei unterschiedliche Arten erledigt werden. Entweder werden die Farben innerhalb des Zielfarbraumes so verändert, dass die außerhalb liegenden Farben mit hineinpassen (photografische Methode, empfehlenswert für Fotos) oder die außerhalb des Zielfarbraumes liegenden Farben werden einfach auf dessen Rand abgebildet ohne die innerhalb liegenden Farben zu verändern (farbmetrische Methode, empfehlenswert für Grafiken, Comics). Weist ein Zielgerät einen kleineren Farbumfang auf, als die Daten haben, werden bei der Farbkorrektur automatisch die Farbumfänge je nach der eingestellten Methode mit angepasst.

Von einem Eingabegerät (Scanner oder Digitalkamera) kommende Daten werden vom CMM anhand des dem Gerät zugehörigen Farbprofils korrigiert und an die anfordernde Software übergeben (RGB -> Korrektur -> Lab -> Farbraum der Software).

Die Software arbeitet mit den korrigierten, dem Original entsprechenden Daten. Diese können je nach Verwendungszweck entweder im Original beibehalten werden oder weiterbearbeitet (verändert) werden. Professionelle Software, wie Adobe Photoshop (ab Vers. 5.0), arbeitet intern im Lab-Format, so dass der Umrechnungsschritt Lab -> Farbraum der Software (bzw. umgekehrt) entfällt, was Zeit spart.

Für die Anzeige am Monitor übergibt die Software die Daten wieder an das CMM, dieses korrigiert die Daten anhand des ICC-Profiles für Monitor und Grafikkarte und gibt sie an die Grafikkarte weiter, so dass auf dem Monitor ein für Monitor und Grafikkarte korrigiertes Bild zu sehen ist (Farbraum der Software -> Lab -> Korrektur -> RGB).

Für die Ausgabe auf einen Drucker übergibt die Software die Daten an das CMM, dieses korrigiert die Daten anhand des Drucker-Farbprofiles und sendet sie dann an den Drucker, der die Daten dann farbkorrigiert ausdruckt (Farbraum der Software -> Lab -> Korrektur -> CMYK).

Für die Ausgabe auf eine Druckmaschine ist der gleiche Weg wie bei einem Drucker möglich (wird sich aber in Zukunft vielleicht auch durchsetzen können). Hier geht man aber einen anderen Weg, da der Druckprozess schon vor der Einführung des Color-Management ein standardisierter Vorgang mit stabilen Ergebnissen war. Man kalibriert den Belichter linear, das heißt, dass auf dem Film genau der Prozentwert ausgegeben wird, der im Original vorhanden ist. Der Grund ist der, dass bei der Umwandlung CMYK -> Lab -> Korrektur -> CMYK über das CMM des Betriebssystems der Schwarzaufbau der Original-CMYK-Datei verloren geht.

Bis jetzt ist es nicht möglich, diese Informationen unbeschadet durch das CMM zu bringen, was einen Qualitätsverlust beim Druck bedeutet. Von dem in Fachzeitschriften propagierten Handling der Bilddaten im Lab-Format und der Farbseparation im RIP mittels ICC-Profilen ist man derzeit noch weit entfernt, da sich die Hersteller die Software, die dafür nötig ist, zu saftigen Preisen bezahlen lassen, und nur wenige Druckereien bereit sind, in eine Lösung zu investieren, die zwar ein übersichtliches Datenhandling aber sonst keine Verbesserungen bringt. Bei Verlagen, die multimedial produzieren sieht das schon etwas anders aus.

Da man also die Druckmaschine nicht der Originaldatei anpasst, muss man den umgekehrten Weg gehen, der alles so kompliziert macht: Man muss alle vorherigen Prozesse an den Druckprozeß anpassen. Das heißt, man braucht ein Farbprofil des Druckprozesses, das bei allen vorherigen Umwandlungen zu Ausgabegeräten zwischengeschaltet wird.

Bei Ausgabe auf Monitor sieht das so aus: Farbraum der Software -> Korrektur (Profil Druckprozess) -> Lab -> Korrektur (Monitorprofil) -> RGB.
Bei Ausgabe auf Drucker so: Farbraum der Software -> Korrektur (Profil Druckprozeß) -> Lab -> Korrektur (Druckerprofil) -> CMYK.
Bei dieser Methode kann man das Druckergebnis auf verschiedenen Papiersorten simulieren, indem man als Profil für den Druckprozess das Profil für die jeweilige Papiersorte verwendet. Die Druckerei kann dem Kunden Farbprofile ihrer Druckmaschinen bei Druck auf verschiedenen Papiersorten zur Verfügung stellen, so dass der Kunde vorab schon halbwegs verlässlich beurteilen kann, wie das von ihm erstellte Dokument aussehen wird (vorausgesetzt er verwendet auch Color-Management).

Wie werden die ICC-Profile erstellt?
Zur Erstellung von ICC-Profilen ist spezielle Software in Verbindung mit speziellen Meßgeräten und Meßvorlagen notwendig, deren Anschaffung sich nur in den wenigsten Fällen lohnen wird, da beides recht teuer ist.

Eingabegeräte wie Scanner und Digitalkameras werden mit einer sogenannten IT8-Vorlage kalibriert. Das ist eine Fotovorlage (Dia oder Positiv je nach Art des zu kalibrierenden Gerätes), die standardisiert hergestellt und mit einer dazugehörigen, beim Hersteller vermessenen, Referenzdatei geliefert wird. Die IT8-Vorlage wird mit dem Scanner gescannt oder der Digitalkamera fotografiert und in einer vorgegebenen Auflösung abgespeichert. Die Profilerzeugungssoftware vergleicht dann die gescannte/fotografierte Datei mit der Referenzdatei und berechnet aus den Abweichungen das Farbprofil. Hier sind schon recht preiswerte Lösungen verfügbar.

Zur Kalibration von Monitoren gibt es zwei Methoden:
  1. Programme, die nach reinem visuellen Empfinden mit mehreren Testfeldern den Benutzer verschiedene Werte einstellen lassen und aus den so ermittelten Werten ein Farbprofil für den Monitor errechnen. So ein Programm wird z. B. mit Adobe Photoshop (ab Vers. 5.0) mitgeliefert.
  2. Profilerzeugungssoftware und ein Farbmesskopf (Spektralphotometer) für Monitore. Der Farbmesskopf wird mittels eins Gummisaugers am Monitor befestigt. Die Software zeigt nacheinander verschiedene Farben auf dem Monitor an, vermisst diese mit dem Farbmesskopf, vergleicht die gemessenen Werte mit den Originalwerten und errechnet daraus ein Farbprofil für den Monitor. Bei der Kalibrierung des Monitors wird immer die Kombination Monitor+Grafikkarte kalibriert.

Drucker werden kalibriert, indem von der Profilerzeugungssoftware ein darin als Datei hinterlegtes IT8- oder programmeigenes Testbild mit vielen kleinen Farbfeldern ausgedruckt wird. Dieses wird Feld für Feld mit einem Spektralphotometer vermessen, die Werte mit den Originalwerten verglichen und daraus das Farbprofil errechnet. Da das Ausmessen von einigen hundert Farbfeldern per Hand sehr aufwendig ist, wird das von Messgeräten ausgeführt, die auf einem XY-Tisch montiert sind, die Positionen der Farbfelder der Reihe nach automatisch anfahren und das Feld ausmessen.

Eine Feinkorrektur per Hand ist für genaue Übereinstimmung notwendig, da Spektralfotometer und Auge die im Papier enthaltenen Aufheller (Weißmacher) verschieden interpretieren.

Druckmaschinen/Papierprofile werden erstellt, indem die Testform in der Druckmaschine auf den verschiedenen Papiersorten angedruckt und wie im Punkt Drucker beschrieben vermessen wird. Hier wird nicht korrigiert, da alle anderen Prozesse an den Druck angepasst werden.

Alle diese Messvorgänge kann man von darauf spezialisierten Dienstleistern ausführen lassen, die über die nötige Technik und Software verfügen, und nur die erzeugten ICC-Profile in sein eigenes System einbinden.

Wichtig! Denken Sie bei allen Bemühungen um Color-Management daran, die Umgebungsbedingungen zu standardisieren! Der Farbeindruck am Monitor und auf dem Druck wechselt mit dem Umgebungslicht! Zwischen Tageslicht und eingeschalteter Beleuchtung bei Dunkelheit bestehen oft solche Unterschiede, dass man es nicht glauben mag, dass es sich um das selbe Bild handelt.


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Produktionsverfahren der Druckformherstellung im Offsetdruck

Bei der Herstellung von Drucksachen im Offsetdruck sind mehrere Verfahren des Produktionsablaufes möglich, von denen jedes Vor- und Nachteile hat. Die Entwicklung geht zwar eindeutig zu Computer to Plate und Computer to Press, aber auch die herkömmlichen Verfahren haben ihre Vorteile, so dass am Ende die Auftragsstruktur und die bereits vorhandene Technik eines Betriebes bestimmen, welches Verfahren zum Einsatz kommt.
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Übersicht über die Druckverfahren

Die Druckverfahren werden je nach Art der Druckform unterteilt in Hochdruck-, Tiefdruck-, Flachdruck- und Durchdruckverfahren.
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Farbräume

Der Farbraum eines Gerätes ist die Summe aller Farben, die mit diesem erfasst oder ausgegeben werden können. Den größten Farbraum umfasst das Auge. In ihm sind alle Farben enthalten, die wir sehen können.

Der RGB-Farbraum, in dem Scanner und Monitore arbeiten, ist eine Teilmenge des gesamten Farbraumes. In ihm lassen sich zum Beispiel Leuchtfarben nicht mehr abbilden. Der CMYK-Farbraum, in dem Farbdrucker und der Offsetdruck arbeiten, ist, bedingt durch die Unreinheit der zur Verfügung stehenden Farbpigmente, wiederum eine Teilmenge der im RGB-Farbraum darstellbaren Farben. Das heißt, dass sich manche Farben, die der Scanner erfassen und der Monitor anzeigen kann, nicht drucken lassen. Diese müssen entweder von der Scannersoftware oder einem Bildbearbeitungsprogramm an den Farbraum des Ausgabegerätes angeglichen werden.

Farbprofile (ICC-Profile) sind vom Hersteller mitgelieferte oder selbst erstellte Gerätebeschreibungen für ein Gerät, die man sich als Diagramm vorstellen kann, in dem auf der einen Achse die Farben des Farbraumes angeordnet sind, auf der anderen Achse die konstruktionsbedingte Empfindlichkeit für diese Farbe. Anhand dieses Farbprofils kann dann das Gerät durch das Betriebssystem des Computers kalibriert werden, ohne dass jedes Programm, das dieses Gerät benutzt, sich darum kümmern muss. Dies gilt für Eingabe- und Ausgabegeräte.

Das Betriebssystem "weiß" (von wissen) durch das Farbprofil, dass der Scanner die Farbe Rot besser erfasst als die Farbe Blau und wird infolgedessen die von Scanner kommenden Rohdaten bei Rot nach unten, bei Blau nach oben korrigieren, so dass am Ende korrekte Werte vom Betriebssystem an das Programm übergeben werden.

Beim Drucker geht das den umgekehrten Weg. Das Betriebssystem "weiß" durch das Farbprofil, dass die Farbe Gelb im Drucker, bedingt durch den reineren Farbstoff reiner gedruckt werden kann, als die Farbe Magenta, wird deshalb die zum Drucker zu sendenden Daten so korrigieren, dass Magenta stärker und Gelb schwächer gedruckt werden, um so einen dem Original am nächsten kommenden Ausdruck zu erhalten.

Das ganze funktioniert aber nur, wenn alle Geräte von Anfang bis Ende der Produktionskette über Farbprofile kalibriert werden. Die Entwicklung ist ausgereift und funktioniert recht gut, in den meisten Programmen sind die Funktionen des Colormanagements integriert, aber vor dem Anwender versteckt. Wollen Sie mit Ihrem Scanner Farbreproduktionen durchführen, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass für dieses Gerät ein ICC-Profil verfügbar ist. Selbes gilt auch für Monitor und Drucker. Diese Profile kann man auch von Dienstleistern anfertigen lassen, was aber nicht ganz billig ist, da auch die nötigen Messgeräte teuer sind.


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Farbstiche

Viele Vorlagen haben einen leichten Farbstich, der beim Weißabgleich (automatische Helligkeit-Kontrast-Korrektur oder beim Setzen des Weißpunktes) mit korrigiert wird. Sollte dann immer noch ein Farbstich vorhanden oder eine Verfälschung des Bildes erwünscht sein, kann mit der Scansoftware die Farbbalance variiert werden. Professionelle Scanprogramme erlauben selektive Farbverschiebungen, so dass nur ein bestimmter Farbbereich korrigiert werden kann.
Dabei ist aber zu beachten, dass für hochwertige Scans nur ein kalibrierter Monitor zur Beurteilung geeignet ist, da schon hier, durch die unterschiedlichen Farbräume bedingt, Farbverschiebungen auftreten. Man sollte besser einen Probeausdruck machen, was sich im Offsetdruck nur durch einen Proof (Andruck) auf einem kalibrierten Proofdrucker (meist ein Tintenstrahl- oder Thermosublimationsdrucker) realisieren lässt.

Leichte Farbverschiebungen werden vom Gehirn "weggerechnet", so empfinden wir ein Blatt Papier als weiß, egal ob wir es unter Tages- oder Leuchtstofflicht betrachten. Sichtbar wird der Unterschied erst, wenn wir beides gleichzeitig sehen können. Sinnvoll für einen Farbabgleich ist ein Messen der Werte in der Datei (z.B. mit der Info-Palette in Photoshop) und einen Vergleich mit einer gedruckten Farbtafel.


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DIN-Formate und weitere oft verwendete Größen

FormateGrößeFormateGröße
Visitenkarte =9 x 5cm  
DIN Lang =9,9 x 21,0cm  DIN A6 =10,5 x  14,8cm  
DIN A5 =14,8 x 21,0cm  DIN A4 =21,0 x  29,7cm  
DIN A3 =29,7 x 42,0cm  DIN A2 =42,0 x  59,4cm  
DIN A1 =59,4 x 84,0cm  DIN A0 =84,0 x 118,8cm  


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Grafik-Dateiarten

Sicher werden Sie als erfahrener Computerbenutzer schon einiges über die verschiedenen Grafikarten wissen, wir möchten aber trotzdem beim "Urschleim" anfangen, damit auch weniger versierte etwas an Wissen tanken können.

Als erstes gilt es zwischen als für den Druck wichtige Dateiarten, zu unterscheiden. Diese Dateiarten treten selten allein in Erscheinung - sie werden mit Text zu Dokumenten verbunden und dann wieder in einem eigenen Dokumentformat abgespeichert. Jede Dateiart hat ihre besondere Eignung und wird für ihren speziellen Zweck benötigt. Mehr dazu erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.


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Helligkeit, Kontrast und Tonwertumfang

Der Tonwertumfang eines Bildes ist die Anzahl der Schattierungen zwischen hellster und dunkelster Stelle im Bild. Da im Postscript, dem Ausgabeformat der Belichter im grafischen Gewerbe, maximal 256 Tonwerte möglich sind, kann man damit 256 Graustufen bzw. mit drei Grundfarben 2563 =16,8 Millionen Farben darstellen.

Die Helligkeit-Einstellung verschiebt den Tonwertbereich des zu scannenden Bildes innerhalb dieser 256 möglichen Tonwerte in Richtung heller oder dunkler, der Kontrast spreizt bzw. verringert den Bereich zwischen hellster und dunkelster Bildstelle. Damit der Scan so viele Abstufungen (und damit Details) wie möglich enthält, ist es notwendig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kontrast und Helligkeit zu finden. In vielen Scanprogrammen erledigt das eine Automatikfunktion, die den hellsten (Weißpunkt) und dunkelsten (Schwarzpunkt) Fleck im Bild (je nach Programm eine bestimmte Prozentzahl der Pixel eines Bildes) ermittelt, die Helligkeit genau dazwischen setzt und den Kontrast so weit aufdreht, dass der Schwarzpunkt im Speicher des Computers Null entspricht und der Weißpunkt 255.

Den Weiß- und Schwarzpunkt kann man bei vielen Scanprogrammen auch von Hand setzen. Alle Werte, die heller als der Weißpunkt und dunkler als der Schwarzpunkt sind, werden abgeschnitten, der dazwischenliegende Bereich gestreckt. So kann der Tonwertbereich individuell festgelegt werden.
Bis hierher wurde der Tonwert über den gesamten Bereich linear verschoben. Mit Hilfe einer Scanner-Tonwertkurve kann man das auch nichtlinear. So können die Bereiche mit Details gestreckt werden, d. h. mehr Tonwerte erhalten, wodurch mehr Details sichtbar werden (z. B. können die dunklen Bildpartien gestreckt, gleichzeitig die Mitteltöne abgesenkt und die hellen Bildpartien wieder gestreckt werden). Hier hilft probieren oft weiter, dem gewünschten Ergebnis am nächsten zu kommen.

Daraus wird ersichtlich, dass ein Scanner mit 24 Bit Farbtiefe (3 Grundfarben x 8 Bit (256 Tonwerte)) nicht ausreicht, um optimale Ergebnisse zu erzielen, obwohl bei fast allen Geräten nur 24 Bit Daten am Ende des Scanvorganges vorliegen. Wird bei 24-Bit-Scannern ein schmaler Tonwertbereich gestreckt, muss die Software Tonwerte hinzufügen, die der Scanner nicht erkennen kann (siehe Histogramm erhöhter Kontrast). Die Schwachstelle der 24-Bit-Scanner und -Digitgalkameras sind vor allem die dunklen Bildpartien. Hier hat ein Scanner oder eine Digitalkamera mit 30 Bit Farbtiefe (1024 mögliche Tonwerte je Grundfarbe) oder 32 Bit Farbtiefe (4096 mögliche Tonwerte je Grundfarbe) genügend Reserven, um Details zu unterscheiden.

Selbes trifft auch auf abgespeicherte Daten zu. Bis auf wenige Programme speichern alle ihre Farbbilder mit maximal 24 Bit (RGB) bzw. 32 Bit (CMYK) Farbtiefe und ihre Graustufenbilder mit maximal 8 Bit Tonwertumfang ab. Da kann man sich nachher bei der Bildbearbeitung noch so viel Mühe geben - Details, die beim Scannen verschenkt wurden, kann man nachträglich nicht mehr "herzuzaubern".


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Offsetdruck - was ist das?

Offsetdruck (Offset = Versatz) ist ein qualitativ hochwertiges Flachdruckverfahren, bei dem von einer Druckplatte über ein Gummituch als Zwischenträger auf den Bedruckstoff (Papier) indirekt gedruckt wird.
Er ist das heute am meisten verbreitete Druckverfahren. Die Druckerei Albert Koch setzt hier ebenfalls auf den qualitativ hochwertigen und preisgünstigen Offsetdruck.
Der Vorläufer des Offsetdrucks, die Lithographie, wurde von ALOIS SENEFELDER erfunden, der auf geschliffenem Kalkstein mit Fettkreide seitenverkehrt zeichnete, den Stein dann mit Wasser benetzte und einfärbte. Die feuchten Stellen des Litho-Steins nehmen keine Farbe an, die mit Ölkreide gezeichneten Bildteile werden eingefärbt. Das Papier wird aufgelegt und mit einer Presse angedrückt. Das seitenverkehrte Bild auf dem Stein wird seitenrichtig auf das Papier gedruckt. Diese handwerkliche Technik ist auch heute noch ein bei Künstlern weit verbreitetes Druckverfahren. Das Grundprinzip ist das gleiche geblieben, nur ist heute an Stelle des Litho-Steines eine Offsetplatte aus wasserfreundlichem Aluminium getreten, die mit einer farbfreundlichen Beschichtung versehen ist. Diese wird durch einen fotochemischen Prozess an den nichtdruckenden Bildstellen entfernt. Die heutige Offsetdruckmaschine besteht im Grundaufbau aus drei Zylindern: dem Plattenzylinder, dem Gummituchzylinder und dem Druckzylinder.


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Pixel-Grafiken

Bei Pixelbildern wird ähnlich wie im Auge jeder Punkt (Pixel) in der Grafik durch eine Entsprechung im Speicherplatz dargestellt und bei der Ausgabe durch einen Punkt auf dem Bildschirm oder dem Papier wiedergegeben und kann einzeln bearbeitet werden. Pixel-Grafiken eignen sich besonders gut zur naturgetreuen Darstellung von Bildern. Sie sind größenabhängig, das heißt sie verlieren beim Vergrößern an Qualität. Beispielbild zu Pixelgrafik Beispielbild zu Pixelgrafik
Beispielbild mit Vergrößerung
In der Vergrößerung sieht man deutlich, wie das Bild aus einzelnen Punkten aufgebaut ist, die beim Vergrößern zu Qualitätsverlust führen Je nach Farbtiefe (Anzahl der darstellbaren Farben) unterscheidet man Pixelbilder in Diese unterschiedlichen Farbtiefen können wiederum in verschiedenen Dateiformaten wie TIF, PCX, BMP, JPG usw. abgespeichert werden.


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Rastervorlagen

Rastervorlagen, die schon einmal gedruckt wurden wie z. B. Bilder in Zeitschriften und Büchern. Sie sind deshalb problematisch, weil durch Frequenzüberlagerung des Rasters der Vorlage mit dem des Scanners und dann noch dem des Ausdrucks ein karoförmiges Muster und eventuell eine Farbverschiebung - der sogenannte MOIRE-Effekt - auf dem Bild entsteht. Diesem kann man durch Entrasterung entgegenwirken. Professionelle Geräte stellen automatisch die Optik unscharf und führen dann eine Unscharfmaskierung durch.

Bei einfachen Geräten kann man sich behelfen, indem man die Vorlage, z. B. durch das Unterlegen einer Glasplatte, aus der Fokussierebene des Scanners bringt, oder z. B. eine Prospekthülle mit halbmatter Oberfläche dazwischenlegt. Ist der Moire-Effekt noch immer nicht verschwunden, sollte dann in der Bildbearbeitungssoftware weichgezeichnet werden, bis alle Pixel verschwommen sind. Anschließend kann mit einer Unscharfmaskierung bei hohem Schwellwert wieder scharfgezeichnet werden. Die Bilder können mit vertretbarer Qualität bis etwa 50% ihrer Originalgröße gedruckt werden, darüber ist mit Qualitätsverlust zu rechnen.


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Scannen

Wenn Sie sich mit dem Scannen der Bilder für ihre Dokumente selbst befassen möchten, soll Ihnen dieser Abschnitt eine kleine Hilfe beim Einstieg sein.

Bevor Sie sich einem Scanner kaufen, sollten Sie an einem Scanner sich die Arbeitsabläufe einmal zeigen lassen und vielleicht selbst auch einige Versuche anstellen. Sie könnten sich auch einmal einen Scanner borgen, um ihn an Ihrer Computeranlage ausprobieren zu können.

Sie sollten nicht der Illusion erliegen, dass zum Beispiel ein Scanner an der unteren Preisgrenze ausreicht, um Bilder für den Druck zu scannen, denn dort wird meist an der Software gespart. Inzwischen sind aber die Scanner so preiswert geworden, dass auch preiswertere Geräte mit der richtigen Software völlig ausreichen, um für Aufsichtsvorlagen zu scannen.

Für Kleinbilddias taugen diese aber meist nichts. Hier muss es dann schon ein besserer Scanner mit entsprechender Auflösung und Farbtiefe sein. Wie bei allen anderen Geräten gilt auch hier - je besser die erreichbare Qualität ist, desto teuer wird das Gerät sein.
Wichtig ist, dass bei dem Scanner auch eine Software mitgeliefert wird, mit der man gleich von Anfang an ordentlich loslegen kann. Komplettpakete mit einer professionellen Scansoftware wie Silverfast, Agfa-Fototune oder Linocolor sollten hier die erste Wahl sein.

Als namhafte Hersteller, deren Produkte man für einen Kauf in Erwägung ziehen sollte, möchten wir Heidelberg (Linotype-Hell), UMAX, EPSON, Microtek, Hewlett Packard, Agfa, Nikon, Minolta, Kodak, Polaroid, Fuji und Mustek nennen. Einige namhafte Hersteller lassen ihre Geräte von anderen Herstellern fertigen und veredeln sie nur durch eigene Software; so lässt z.B. Agfa seine gesamte Scannerfamilie bei Microtek fertigen.

Durch die Digitalfotografie werden die Scanner sicher in nächster Zeit immer mehr vom Markt gedrängt werden. Einige Hersteller haben deshalb schon ihre Entwicklung und Produktion eingestellt (Agfa, Heidelberg). Die Digitalisierung von Fotos wird sicher bald nicht mehr so gefragt sein und die Scanner immer mehr zum "Faxgerät" verkommen.


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Kurzübersicht Scannertypen

Color-Flachbettscanner
Einsatzgebiet einfache Büroanwendungen, Texterkennung, Telefax in Verbindung mit Computer und Modem, Bilderfassung für Multimedia und in der gehobenen Preisklasse für Druck.
Vorlagen Aufsichtvorlagen, mit Durchlichtaufsatz Durchsichtvorlagen
Bedienung relativ einfach
erreichbare Qualität gut bis hoch (Profigeräte)
Zubehör Durchlichtaufsatz zum Scannen von Dias (aber Vorsicht, physikalische Auflösung reicht bei einfachen Geräten oft nicht aus, um das Bild groß genug zu machen - nicht von interpolierbarer Auflösung täuschen lassen (Werbetrick)) Automatischer Einzelblatteinzug für unbeaufsichtigten Betrieb.
Preis je nach Qualität und Ausstattung niedrig bis sehr hoch (derzeit 98,- bis 50.000 Euro)

Dia- oder Filmscanner
Einsatzgebiet Einlesen von Dias und Negativfilmen für Druck und Multimedia. Es gibt bereits Geräte, die Staub und Kratzer automatisch entfernen.
Vorlagen Dia- und Negativfilme, gerahmt oder als Streifen, APS-Filmkassetten
Bedienung relativ einfach
erreichbare Qualität mittel bis hoch
Zubehör automatischer Dia-Wechsler, APS-Filmadapter
Preis gehobene Preisklasse, aber auch preiswerte Geräte verfügbar (derzeit 400,- bis 10.000 Euro)

Digitalkameras (sind zwar keine Scanner, werden diese aber sicher bald zum Großteil verdrängen)
Einsatzgebiet Bewegtbilderfassung, Einsatz überall dort, wo es auf Schnelligkeit und/oder die Einsparung von Filmmaterial ankommt. In der Studiofotografie gibt es auch Modelle mit Scanrückteil, die nur unbewegte Motive, aber dafür in sehr hoher Auflösung aufnehmen können.
Vorlagen -
Bedienung fast wie Fotokamera, nur die Weiterverarbeitung der Daten erfordert Computerwissen
erreichbare Qualität von mies (Billigkameras) bis sehr hoch (Profimodelle)
Zubehör Fotozubehör
Preis je nach Modell von billig bis sehr hoch (derzeit bis etwa 50.000 Euro)

Trommelscanner
Einsatzgebiet High-End-Bilderfassung für den Qualitätsdruck.
Vorlagen flexible Aufsichtvorlagen, flexible Durchsichtvorlagen
Bedienung kompliziert, Fachwissen erforderlich, umständliche Montage der Vorlagen
erreichbare Qualität sehr hoch
Zubehör Ersatztrommeln zum gleichzeitigen Scannen und Montieren der Vorlagen, dadurch werden Stillstandszeiten reduziert.
Preis sehr hoch (ab 20.000 bis etwa 70.000 Euro)


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Schärfe - Unscharfmaskierung

Die Scanneroptik ist, bis auf wenige Ausnahmen (Profi-Geräte), fest auf die Vorlagenebene fokussiert. Sie bildet die darauf liegende Vorlage scharf ab. Eine unscharfe Vorlage kann auch der Scanner nicht schärfer erfassen, aber oft erscheint es, als ob der Scan besser ist, als das Original.
Hier bedient sich die Scannersoftware eines Tricks - der Unscharfmaskierung. Dabei wird der Scan im Speicher des Rechners mit einer noch unschärferen Maske kombiniert, wodurch an den Kanten der Kontrast angehoben wird und sie damit scheinbar schärfer erscheinen.

Die Unscharfmaskierung ist aber nicht ganz unproblematisch - Staub, Kratzer und Fehler des Scanners werden hervorgehoben; feine Muster im Motiv können zu unerwarteten Ergebnissen führen; an schrägen Linien verstärkt sich der Treppeneffekt. Aus diesen Gründen ist es manchmal günstiger, das Original normal zu scannen und die Unscharf-Maskierung später in der Bildbearbeitungssoftware durchzuführen, da man dort gezielt Bereiche auswählen und feinere Einstellungen vornehmen kann, und bei Nichtgefallen mit der Undo-Funktion sofort wieder die Ausgangsversion zur Verfügung hat.


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Schmuckfarben

Schmuckfarben sind definierte und standardisierte Farben, die von den Farbherstellern gemischt und geliefert werden können, bzw. nach bekannten Rezepten aus wenigen Grundfarben, Schwarz und Weiß gemischt werden können. Sie werden für farbige Arbeiten (keine Farbbilder) eingesetzt. Da sie standardisiert sind, können, außer durch unterschiedliche Farbtöne des Papieres und unterschiedliche Schichtdicke der Farbe, kaum Farbschwankungen auftreten, auch wenn die Aufträge an verschiedene Druckereien vergeben werden.

In Deutschland ist das HKS-Farbsystem mit etwa 80 verschiedenen Farbtönen (11 Grundfarben) in den Druckereien am gebräuchlichsten, international das Pantone-Farbsystem mit über 1000 verschiedenen Farbtönen (14 Grundfarben). Die Farbrezepturen sind verschiedenen Bedruckstoffen und Druckverfahren angepaßt, so dass es z. B. HKS K (Kunstdruckpapier) oder Pantone C (coated) für gestrichenes Papier bzw. HKS N (Naturpapier) oder Pantone U (uncoated) für ungestrichenes Papier gibt.

Die Verwendung von Schmuckfarben hat folgende Vorteile: HKS- Farbmusterfächer der Firma K+E Farben
Viele Computeranwender sind der Meinung, dass in den Druckereien alle Farben im Vierfarb-Offsetdruck gedruckt werden, was man daran merkt, dass mehrfarbige Drucksachen von Kunden aus Unwissenheit mit Skalenfarben (aus CMYK gemischte Farben) angelegt werden. Tatsache ist, dass die meisten Drucksachen, in denen Farbe verwendet wird und die keine farbigen Bilder enthalten, werden mit Schmuckfarben gedruckt. Hochwertige Drucke mit Bildern, in denen eine Farbe ständig konstant gehalten werden muss (z. B. Hausfarbe von Kosmetikartikeln auf einer Verpackung mit Foto) werden in CMYK-Skalenfarben + Schmuckfarbe(n) gedruckt, wobei für das Foto die Skalenfarben und für die Hausfarben des Herstellers die Schmuckfarben verwendet werden.

TIPPS:
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Speichern des Scans

Sollen die Bilder ausgetauscht werden, empfiehlt sich die Speicherung im TIF-Format, was auf allen Computersytemen zu Hause ist und von den meisten Programmen gelesen oder bearbeitet werden kann. Um Speicherplatz zu sparen, kann ohne Detailverlust komprimiert werden, wobei hier allerdings zu prüfen ist, ob der Empfänger diese komprimierten Dateien öffnen kann. Das am häufigsten unterstützte Kompressionsverfahren ist "LZW". Das zweite weitverbreitete Format, das JPEG-Format, empfiehlt sich nicht so sehr, da durch die Komprimierung Details verlorengehen. Ist aber die Qualitätsstufe hoch genug gesetzt (hohe Qualität = große Dateien), sieht man gegenüber einem unkomprimierten Foto fast keinen Unterschied. Bei zarten Verläufen und/oder zu hoher Kompression können die sogenannten Artefakte (Komprimierungsfehler) sichtbar werden. Andere Dateiformate sollten wegen ihrer geringeren Verbreitung nicht oder nur nach Absprache mit dem Empfänger benutzt werden.


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Typografie

Typografie ist die Aufbereitung von Text- und Bildinformationen zur Druckvorlage (Film) für Drucksachen.
Die Aufgabe des Setzers ist es, durch gute Typografie das Dokument entsprechend seines Bestimmungszweckes gut lesbar, werbewirksam oder ästhetisch schön zu gestalten.
Die alten Arbeitsweisen der Setzer im Bleisatz (Satz mit einzelnen Bleibuchstaben) wurden von der Computertechnik fast vollkommen abgelöst, da mit ihr wesentlich preisgünstiger, schneller und in besserer Qualität produziert werden kann.
Dem von älteren Setzern auch heute noch oft geäußerten Vorwurf, die Computertechnik sei unvollkommen, hat die Entwicklung deutlich gezeigt, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil, die Präzision und Produktivität, die sich mit einem DTP-Programm erreichen lässt, wäre mit herkömmlichen Verfahren nie möglich gewesen. Wenn eine Drucksache typographisch schlecht gestaltet ist, liegt das immer am Setzer, nicht an der Technik. Der Computer kann nur dem Menschen die Routineaufgaben abnehmen - für Ästhetik hat er keinen Sinn.

Als erster Arbeitsschritt muss das Format für die zu erstellende Drucksache festgelegt werden. Dabei sollten aus Gründen der Materialersparnis und Wirtschaftlichkeit immer DIN-A-Formate oder ein ganzzahliger Teil davon gewählt werden, damit in der Druckerei wenig Abfall entsteht. Um eine gute Lesbarkeit der Drucksache zu erreichen, wird diese entsprechend dem Verwendungszweck aufgeteilt. Dabei wird der sogenannte Satzspiegel festgelegt, der die Drucksache in Spalten, Bereiche für Text, Kopf und Seitennummer und Ränder einteilt. Dieser Satzspiegel ist die Grundlage aller Seiten dieser Drucksache, so dass sie ein einheitliches Äußeres erhält. Bei doppelseitigen Drucksachen ist der Satzspiegel spiegelbildlich angeordnet, die Ränder sollen vom Bund (innen) über den Kopf (oben) und den Außenrand zum Fuß (unten) größer werden (z. B. Bund = 2 cm, Kopf = 2,5 cm, Außenrand = 3 cm, Fuß = 4 cm).

Ob eine Einteilung des Textes in Spalten vorgenommen wird, hängt von der zur Verwendung kommenden Schriftgröße und der Menge des Textes ab. Eine Zeile sollte in einer Spalte nicht länger als 8 - 10 Wörter (= ca. 60 Buchstaben) sein, sonst findet das Auge den Anfang der nächsten Zeile nicht sofort, und der Lesefluss wird unterbrochen.

TIPP: Wenn Sie mit einem professionellen DTP-Programm arbeiten, sollten Sie bei mehrseitigen Dokumenten alle sich wiederholenden Elemente, wie Seitennummern, Kopf- und Fußzeilen, Textspalten usw. auf den sogenannten Grundseiten einrichten, damit sie dann automatisch auf allen Seiten erscheinen. Alle Arbeitsschritte sollte man sich vorher gut überlegen. Gegenüber dem "Einfach-Drauflospublizieren" spart man sich dadurch viel doppelte oder unnütze Arbeit und somit Zeit. Die Wahl der Grundschrift (im Dokument vorherrschende Schrift) soll in erster Linie von guter Lesbarkeit bestimmt sein. Am schnellsten können wir Mitteleuropäer Times-Roman und ähnliche Schriften lesen, was aber mit Sicherheit Gewöhnungssache ist. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl der Schrift ist der Zweck der Drucksache (z. B. für technische Beschreibungen einfache klare Schriften wie Helvetica).

Für Überschriften und Auszeichnungen (Hervorhebungen) sollte man einen Schriftschnitt (z. B. fett oder kursiv) aus der gleichen Schriftfamilie verwenden. Ist das aus irgendeinem Grund nicht möglich soll der Duktus (die Strichführung bzw. Schräglage) der anderen Schrift, bei möglichst vielen Gegensätzen (z. B. Grundschrift mit Serifen, Auszeichnungsschrift ohne) gleich sein.
Die Schriftgröße richtet sich vor allem nach der Art des Dokumentes. Am besten lesbar sind Schriften mit Serifen zwischen 9 und 12 Punkt Schriftgröße, die daher für Dokumente mit viel Text verwendet werden sollten.

Der Abstand zwischen den Zeilen soll für eine gute Lesbarkeit etwa 20 bis 25 % der Schriftgröße betragen. Dieser Wert ist in den meisten Programmen schon voreingestellt. Der Wortabstand soll etwa die Breite des kleinen "i" besitzen. Bei automatischem Blocksatz entstehen oft sehr große Wortabstände, die beim Lesen stören. Diese muss man versuchen, durch Silbentrennung zu verringern. Viele Programme erledigen auch das automatisch, hier ist aber Kontrolle angesagt, da sich schnell Fehler einschleichen können.

TIPP: Um schnell die Wortabstände auf einer gedruckten Seite zu überprüfen, kneift man die Augen zusammen, so dass man nur noch verschwommen sieht. Die Seite erscheint dann in gleichmäßigem Grau, nur Absätze, zu große Wortabstände und sonstige Unregelmäßigkeiten machen sich als Flecken bemerkbar. Die Laufweite einer Schrift ist der Abstand zwischen den Buchstaben einer Schrift. Sie kann verringert (unterschnitten) oder vergrößert (gesperrt) werden. Da die Schriften, die in den Schriftwerkstätten auf gute Lesbarkeit und Harmonie getrimmt wurden, bringt jede Änderung der Laufweite eine Verschlechterung der Lesbarkeit des Textes mit sich, weshalb man möglichst darauf verzichten sollte.

Schaubild zur Schriftlaufweite
Der Satz kann linksbündig, zentriert, rechtsbündig und als Block angeordnet sein. Bei zentriertem, rechts- und linksbündigem Satz, die nur für kürzere Texte in Frage kommen (da sie das Auge ermüden), sollen sich immer kürzere mit längeren Zeilen abwechseln, wobei auf sinngemäße Zeilentrennung geachtet werden muss. Trennungen sind nicht erlaubt.

Der Blocksatz ist die für das Auge am besten lesbare Satzart und sollte deshalb für längere Texte bevorzugt werden. Auszeichnungen sind Hervorhebungen von Textpassagen aus dem übrigen Text. Im laufenden Text übliche Auszeichnungsmethoden sind VERSALIEN, fett, kursiv, kursiv-fett und KAPITÄLCHEN. Die Auszeichnungsmethode soll über das ganze Dokument gleichmäßig gewählt werden und eine Systematik erkennen lassen (z. B.

für Überschriften - fette Versalien;

für NAMEN - Kapitälchen; für besonders wichtige Textstellen - fett; für Bildunterschriften - kursiv).
Im Text eingebaute Bilder, Tabellen, Annoncen und dgl. sollen sich dem Satzspiegel anpassen, das heißt sie sollen mit der Satzkante abschließen. Größere Bilder gehen dann eben über 2 oder 3 Spalten, liegen aber immer innerhalb der festgelegten Seitenränder. Sollen sie noch größer sein, können sie auch über 2 Seiten gehen, oder am Rand angeschnitten sein.

TIPP: Bilder haben eine Unterschrift; Tabellen eine Überschrift.


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Überfüllungen

Über- bzw. Unterfüllungen sind gewollte minimale Vergrößerungen bzw. Verkleinerungen eines Objektes, das an ein andersfarbiges angrenzt, um Blitzer (weiße Stellen zwischen zwei aneinandergrenzenden Farbflächen) zu vermeiden, die beim Druck durch Ungenauigkeiten der Druckmaschine, der Montage und durch Papierdehnung usw. entstehen. Da man diese Differenzen am Bildschirm nicht sehen kann ist Vorstellungsvermögen gefragt. Über- oder Unterfüllungen sind immer dort nötig, wo zwei unterschiedliche Farben (außer Weiß) aneinander anstoßen und dadurch mit Passer gedruckt werden muss. Als Grundregel gilt, dass man immer die hellere Farbe in die dunklere hineinlaufen lässt.

Bei der Farbe Schwarz wendet man grundsätzlich Überdrucken an, das heißt, darunterliegende Farbflächen werden nicht ausgespart, sondern einfach überdruckt. Dabei spielt es keine Rolle, dass Schwarz meist zuerst gedruckt wird und die anderen Farben darauf; die Druckfarben sind lasierend, so dass der Farbeindruck "Schwarz" erhalten bleibt und durch die höhere Farbschichtdicke noch verstärkt wird. Neuerdings geht man dazu über, das Farbseparieren und auch das Überfüllen im RIP ausführen zu lassen, was eigentlich auch logisch ist, da man in der Druckerei am besten weiß, welche Werte einzustellen sind und sich der Kunde, der Dateien zur Druckerei bringt, nicht damit befassen muss. Allerdings geht dabei die absolute Kontrolle über einzelne Objekte verloren.

TIPP: Verwenden Sie zum Export von Dateien mit überfüllten Objekten immer die Dateiformate EPS, DCS oder PDF, da es die einzigen sind, die auch Überfüllungen, Unterfüllungen und Überdruckeinstellungen enthalten können.


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Vektorgrafiken

Vektorgrafiken sind aus mathematischen definierten Linien und Kurven, den sogenannten Vektoren, aufgebaute Grafiken. Diese mathematischen Beschreibungen sind ähnlich wie eine Programmiersprache aufgebaut; der Rechner muss die Informationen interpretieren und ausführen. So würde eine Vektorgrafik frei ins Deutsche übersetzt etwa so aussehen: "Zeichne einen Kreis mit den Koordinaten (Mittelpunkt x=33mm, y=57mm; Radius=20 mm; Füllfarbe Pantone 72 mit 100%; Linienstärke 1 Punkt; Linienfarbe Schwarz; durchgezogene Linie)."

Durch diese Art der Beschreibung ist die Ausgabe größenunabhängig und kann für jede Auflösung und Größe neu berechnet werden, ohne dass dabei die Qualität vermindert wird, wie das beim Vergrößern von Bitmap-Bildern der Fall ist.

Vektorgrafik klein
Vektorgrafik mittel
Vektorgrafik gross

Bildschirmfotos einer Vektorgrafik in verschiedenen Vergrößerungsstufen
Deutlich lässt sich gegenüber dem Beispielbild einer Pixel-Grafiken erkennen, dass beim Vergrößern kein Qualitätsverlust auftritt. Vektorgrafiken eignen sich am besten zur Darstellung von Objekten mit einfachen klaren Formen, wie z. B. Logos oder technische Zeichnungen. Grafiken, die aus Folie am Plotter geschnitten werden (Autobeschriftungen, Werbetafeln), müssen unbedingt im Vektorformat vorliegen, da der Schneidplotter nur an den Umrissen der Objekte (Schriften, Grafiken) entlangschneidet.

Auch die einzelnen Buchstaben der Truetype- und Adobe-Type-1-Schriften, die am Computer verwendet werden, sind Vektorgrafiken. Liegt eine Grafik nur als Bitmap-Grafik vor und wird aber das Vektorformat benötigt, gibt es zur Umwandlung spezielle Programme, sogenannte Tracingprogramme (nicht mit Raytracing verwechseln) wie etwa CorelTrace oder ADOBE Streamline. Bei einfachen Logos u. dgl. oder schlechten Vorlagen ist es aber oft einfacher, die Konturen der Bitmap-Grafik in einem Zeichenprogramm wie etwa CorelDraw oder Adobe Illustrator nachzuzeichnen, als die getracten Grafiken nachzubearbeiten. Dateiformate, in denen Vektorgrafiken gespeichert werden können sind z. B. Windows Metafile (.WMF), Adobe Illustrator (.AI) oder Encapsulated Postscript (.EPS).


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